Wenn man beginnt sich mit der ungarischen Sprache zu Beschäftigen und vor Allem ungarisch erlernenwill, wird man als erstes immer Eines hören und lesen, nämlich "ungarisch gehört zu den schwersten Sprachen der Welt".

Und das Zweite ist dann, das die Ungarische Sprache so irgendwie ganz und gar nicht in den Raum paßt wo sie gesprochen wird, da dieser ugrische Sprachtyp nur im doch nicht ganz so großen Ungarn gesprochen wird und dieser Sprachtyp zu keiner sonstigen Sprachfamilie hier in Europa paßt - bis auf die Finnisch-Ugrische Sprachfamilie, aber obwohl Finnisch die nächstverwandte Sprache des Ungarischen ist - versteht man sich untereinander trotzdem absolut nicht.

Wie schon erwähnt ist die Ungarische Sprache eine Sprache des ugrischen Sprachzweiges der Finno-ugrischen Sprachfamilie.

Und obwohl ungarische zu den schwersten Sprachen zählt, lohnt es sich sie zu erlernen, und man wird feststellen, das - Beschäftigt man sich mit dem Ungarischen, es echt Spaß machen kann ungarisch zu lernen.

 

Warum scheint Ungarisch für uns schwer zu sein?

 

Es ist Alles anders herum

Weil im Prinzip das ganze Sprachsystem der ungarischen Sprache so aussieht, wie wenn man Deutsch auf den Kopf stellt. Was ich damit sagen will ist, es ist meist ganz genau anders herum. Nein natürlich schreibt und liest man Ungarisch nicht von Rechts nach Links, oder von Unten nach Oben, aber es fängt zB schon beim Datum an: Jahr . Monat . Tag. Und mir hat Einmal ein Freund gesagt (und es ist einfach Wahr) - im ungarischen kommt das wichtigste, oder bzw. das Detail um das geht "immer zum Schluß" (so wie jetzt das Beispiel des Datums wo der Tag das Kleinste Detail ist)

Alles in Einem Wort

Wie ich begonnen habe Ungarisch zu lernen, hat es mich fasziniert was man so Alles in "Ein Wort" einbauen kann. Angefangen vom Personal Pronomen (also Fürwort wie "Ich / Du / ER /...) das braucht es im ungarischen zum Satzbau meist nicht, natürlich existieren Pronomen auch im ungarischen (Ich - EN / DU - TE/..) aber man sagt zB nicht: ich gehe - sondern ganz einfach "megyek" was die Gegenwart betrifft , und dann mal in Vergangenheit - "ich bin gegangen" - ist ganz einfach "mentem". Und wie man an diesem einfachen Beispiel schon sieht, wozu man im Deutschen 3 Wörter braucht um einen Sinnvollen Satz, bzw Aussage zu formulieren geht im Ungarischen ganz einfach mit einem Wort. Und an das muß man sich erst gewöhnen.

Die Worte an sich verändern sich

Das größte Problem beim erlernen der ungarischen Sprache ist denke ich, das sich die Wörter oft an sich verändern ( da wie vorher beschrieben im ungarischen Alles in einem Wort drinnen ist). Gehen wir nochmals zurück zum Beispiel "gehen" - "menni"

der Infinitiv, also die Grundform des Verbes "gehen" auf ungarisch ist "menni" - und so findet man es auch im Wörterbuch.

jetzt will man eine Sprache lernen , benötigt man neben dem Alphabet auch noch den Wortschatz (also Vokabel) und da ist es zu Beginn schon schwer genug wie wir es halt in der Schule hatten im Englisch uNgterricht (Vokabel lernen - Vokabel training). Jepp - nur im ungarischen genügt es in späterer Folge nicht die Nennform zu kennen, da sich bei Vokabeln die Wörter eben immer abändern - je nach Personal pronomen und Zeit ... Und das ist was das lange Zeit benötigt um dies zu erlernen und auch zu beherrschen.

 

Beispiel :

Infinitiv: essen - enni

Ich / Gegenwart ich esse - eszek (hier wird durch das "k" am Ende die Ichform ausgedrückt)

Ich / Vergangenheit / mult idö: ich habe gegessen - ettem

(hier wird durch doppel "tt" die Vergangenheit und durch das "m" am Schluß wiederum die Ich form ausgedrückt)

 

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